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Immobilien-Kaufberatung inkl. Budget-Rechner für Erstkäufer: Was können Sie sich tatsächlich leisten?

Ein Immobilienkauf ist für Paare eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Viele haben bereits erste Besichtigungen hinter sich und merken schnell, wie anspruchsvoll der Markt geworden ist. Umso wichtiger ist eine realistische Budgetplanung, ein klarer Kaufprozess und eine ruhige Strategie für Bieterverfahren. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es wirklich ankommt.

Was bestimmt das Budget?

Eigenkapital inklusive Säule 2 und 3a

Für den Kauf einer selbst genutzten Immobilie benötigen Käufer in der Schweiz mindestens 20 Prozent Eigenmittel. Ein Teil davon darf aus der Pensionskasse (Säule 2) stammen. Die Säule 3a kann ebenfalls eingesetzt werden. Viele Paare gehen davon aus, ihr Sparkonto bestimme das Budget. Tatsächlich entsteht das verfügbare Eigenkapital aus einer Kombination verschiedener Quellen.

Wichtig ist eine sorgfältige Planung. Ein Vorbezug aus der Pensionskasse senkt die spätere Altersrente. Ein Bezug der Säule 3a verkleinert das steuerliche Polster. Paare sollten die langfristigen Folgen gemeinsam mit ihrer Finanzierungsberatung besprechen.

Typische Quellen für Eigenmittel

  • Ersparnisse auf dem Privatkonto
  • Kapital aus Säule 3a
  • Pensionskassen Vorbezug (Säule 2)
  • Wertschriften und Erbschaften
  • Privatdarlehen innerhalb der Familie
  • Ein Paar besitzt 80 000 Franken auf dem Sparkonto. In der Säule 3a liegen je 30 000 Franken. Zusätzlich erlaubt die Pensionskasse 100 000 Franken Vorbezug. Damit stehen total 240 000 Franken Eigenkapital zur Verfügung.

    • Ein Vorbezug aus der Pensionskasse reduziert die spätere Rente.
    • Ein Bezug aus der Säule 3a verringert den steuerlich begünstigten Vorsorgebetrag.
    • Wer zu viel Vorsorgekapital bezieht, hat möglicherweise zu wenig Alterskapital.

    Eine Finanzierungsberatung bei Ihrer Raiffeisenbank hilft, Chancen und Risiken früh zu erkennen.

Bei der Tragbarkeit realistisch bleiben

Die Tragbarkeit legt fest, wie hoch die Hypothek sein darf. Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von rund fünf Prozent. Dazu kommen jeweils rund ein Prozent Unterhalt und ein Prozent Amortisation. Entscheidend ist nicht das aktuelle Zinsniveau, sondern die Frage, ob die Immobilie auch bei steigenden Kosten finanzierbar bleibt.

Die Belastung darf rund ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Viele Paare unterschätzen diese Regel. Ein hohes Vermögen ersetzt keine stabile Tragbarkeit. Ein gutes Budget berücksichtigt daher nicht nur das Einkommen, sondern auch Steuerfolgen, geplante Familiengründung und berufliche Veränderungen.

  • Ein Paar verdient gemeinsam 160 000 Franken pro Jahr. Die jährliche Belastung durch Zins, Unterhalt und Amortisation darf rund 53 000 Franken nicht überschreiten. Daraus ergibt sich ein maximaler Kaufpreis von ungefähr 1.1 bis 1.2 Millionen Franken je nach Eigenkapital.

    Reale Faktoren, die oft vergessen gehen

    • Steuerbelastung bei Bezug der Säule 2 oder Säule 3a
    • Reduktion auf ein Einkommen bei Elternzeit
    • Temporäre Arbeitspensen
    • Geplante Weiterbildung oder Jobwechsel

    Ein gutes Budget berücksichtigt mehr als das heutige Einkommen.

Unterhalt und Nebenkosten

Ein realistisches Budget berücksichtigt auch laufende Kosten. Dazu gehören Heizenergie, Strom, Versicherungen, Gebühren und Rücklagen für Renovationen. Ein älteres Haus löst früher Sanierungen aus. Ein Neubau wirkt günstiger, braucht später jedoch ebenfalls Investitionen. Wer diese Posten früh einkalkuliert, vermeidet spätere Überraschungen.

Typische jährliche Kosten

  • Heizung und Warmwasser
  • Strom und Hauswartung
  • Versicherungen
  • Gebühren für Abfall, Wasser, Abwasser
  • Rückstellungen für Renovationen
  • Eine 5-Zimmer-Eigentumswohnung verursacht je nach Zustand und Heizsystem rund 6 000 bis 10 000 Franken Nebenkosten pro Jahr.
    Ein älteres Haus braucht eher eine neue Heizung oder Fassade. Ein Neubau wirkt günstig, benötigt aber später ebenfalls Erneuerungen.

Immobilienwahl für Paare

Kriterien, die oft übersehen werden

Viele Paare fokussieren sich bei der Immobiliensuche auf Lage und Zimmeranzahl. Wichtige Kriterien geraten in den Hintergrund. Dazu gehören Lärmschutz, energetischer Zustand, laufende Heizkosten und die Qualität der Bausubstanz. Ein Objekt mit schlechter Isolation wird zu einem teuren Dauerprojekt. Eine professionelle Einschätzung lohnt sich.

Wesentliche Punkte bei der Auswahl

  • Lärm von Strasse oder Bahn
  • Energieeffizienz und Dämmung
  • Heizkosten bei Ölheizung oder Elektroboiler
  • Zustand von Dach, Fassade und Leitungen
  • Qualität der Fenster
  • Alter der Haustechnik

Ein Objekt mit hoher Energieeffizienz spart langfristig viel Geld.

Wiederverkaufswert beachten

Unabhängig vom eigenen Lebensplan ist es sinnvoll, den späteren Wiederverkauf mitzudenken. Immobilien mit guter Erschliessung, moderner Energieeffizienz und solider Grundrissgestaltung behalten ihren Wert besser. Ausserdem reagieren sie stabiler auf Marktveränderungen.

Merkmale mit stabilem Wiederverkaufswert

  • Gute Erschliessung mit ÖV
  • Solide Bausubstanz
  • Moderne Heizung und Isolierung
  • Funktionaler Grundriss
  • Attraktive Lage mit Aussicht

Eine unverbaubare Lage zahlt sich meistens aus, da sie langfristig attraktiv bleibt.

  • Viele Paare kaufen für die aktuelle Lebenssituation. Mit Kindern verändern sich jedoch Platzbedarf, Mobilität, Arbeitswege und Betreuungsthemen. Ein Standort mit zuverlässiger ÖV-Anbindung und Schulen in erreichbarer Nähe schafft langfristige Flexibilität.

    • Ist ein zusätzliches Zimmer mittelfristig sinnvoll
    • Besteht Kinderbetreuung in der Nähe
    • Wie weit sind Schulen und Spielplätze entfernt
    • Wie sieht die Pendeldistanz in Zukunft aus
    • Lässt sich Home Office gut umsetzen

Der Kaufprozess bei Raiffeisen Immomakler

Ein klarer Prozess reduziert Fehler und sorgt für Ruhe in einer oft hektischen Phase.

1.

Finanzierungsbestätigung

Vor der ersten ernsthaften Besichtigung braucht es eine schriftliche Finanzierungsbestätigung. Verkäufer bevorzugen Interessenten, die ihre Finanzierung gesichert haben. Dies stärkt die eigene Position, besonders in einem dynamischen Markt.

2.

Vorvertrag

Sobald sich Käufer und Verkäufer einig sind, folgt häufig ein Vorvertrag. Er reserviert das Objekt für eine begrenzte Zeit. Die Finanzierung kann abgeschlossen werden. Ein verbindlicher Vorvertrag schafft Klarheit und verhindert Doppelbesichtigungen durch andere Interessenten.

3.

Notariat

Der notarielle Kaufvertrag macht den Eigentumsübergang rechtsgültig. Paare sollten sich ausreichend Zeit nehmen, um den Vertrag zu prüfen. Änderungen lassen sich am besten in Ruhe besprechen, bevor ein Termin feststeht.

4.

Banktermine richtig timen

Hypothek, Auszahlung, Kaufpreis und Grundbucheintrag müssen genau koordiniert bleiben.

5.

Wichtige Punkte bei der Planung

  • Rechtzeitige Freigabe der Pensionskasse
  • Auszahlung der Säule 3a
  • Koordination mit Notariat
  • Zahlungstermine für Kaufpreis und Gebühren

Eine saubere Planung verhindert Verzögerungen.

Bieterverfahren

Wie vorbereiten

Ein Bieterverfahren erfordert sorgfältige Vorbereitung. Käufer brauchen eine klare Obergrenze und wissen idealerweise schon vor dem Gebot, wie Emotionen ihre Entscheidungen beeinflussen könnten. Wer das Objekt realistisch einschätzt, trifft bessere Entscheidungen.

1.

Vorbereitungstipps

  • Budgetobergrenze bestimmen
  • Finanzierungsbestätigung bereit halten
  • Objektunterlagen gründlich prüfen
  • Kosten für Renovationen einschätzen

2.

Rasch reagieren

Bieterverfahren haben kurze Fristen. Eine schnelle, aber überlegte Reaktion ist entscheidend. Mit vollständigen Unterlagen wirkt ein Gebot professionell. Dazu gehören Finanzierungsbestätigung, persönliche Angaben und die eigene Preisstrategie.

3.

Was bereit sein muss

  • Persönliche Angaben
  • Finanzierungsbestätigung
  • Gebot mit Begründung
  • Kopien relevanter Unterlagen

Ein vollständiges Dossier hinterlässt einen professionellen Eindruck.

4.

Typische Fehler vermeiden

Viele bieten aus dem Bauch heraus. Andere orientieren sich zu sehr an den Geboten anderer. Fehler entstehen auch durch unklare Finanzierung oder fehlende Daten zur Immobilie. Eine gute Vorbereitung schützt vor übereilten Schritten.

5.

Häufige Stolpersteine

  • Bieten ohne klare Obergrenze
  • Zu starke Orientierung am Verhalten anderer
  • Interessenten
  • Unvollständige Unterlagen
  • Keine Prüfung des technischen Zustands

Budget-Rechner

Ein Budget-Rechner liefert eine erste Orientierung, welche Immobilienpreise für Ihre finanziellen Mittel realistisch sind. Käufer sehen sofort, wie Tragbarkeit, Zinsniveau und Eigenkapital das Budget beeinflussen. Da Rechner jedoch nur mit Durchschnittswerten arbeiten, ersetzt dies nie eine persönliche Beratung. Paare sollten die Resultate als Startpunkt nutzen, um Zuversicht und Klarheit für die Finanzierungsphase zu gewinnen. Budget-Rechner herunterladen

Manuela Albisetti Immobilienmakler in Ihrer Nähe

Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter.

Manuela Albisetti

CEO